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Tierschutztrupp Pferd Lentföhrden e.V.

 

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Heute, nicht erst morgen...


19. März 2001. Es ist 11.45 Uhr. Ein Gewehr wird durchgeladen - SCHUSS - Stille. Jamie rährt sich nicht mehr. Ihr regloser Körper ist von Unterernährung, Verwahrlosung und Krankheit gezeichnet - 13 Jahre alt, endet ihr Leben als Stute hier auf dieser schneebedeckten Koppel in Lentföhrden.


Unser Ringen um Jamies Leben und das der anderen neun Pferde auf dieser Koppel hatte schon im Dezember 2000 begonnen.  Wiederholte Anrufe und Besuche beim Ordnungs-und Veterinäramt waren erfolgt. Die Polizei wusste Bescheid. Die Pferdehalterinnen wurden nach Begehung durch den Amtstierarzt aufgefordert, die Missstände zu beseitigen. Eine Frist wurde gesetzt. Das war Mitte Januar. Der Februar kam, doch nur wenig hatte sich für die Pferde geändert. Nach wie vor standen sie, zumeist tief versunken im Morast und nur spärlich und sporadisch versorgt, auf dieser für ganzjährige Haltung ungeeigneten Koppel.

 


Unberirrbar in unserem Anliegen suchten und hielten wir den Kontakt mit den zuständigen Ämtern. Am 15. Februar kam es zu einer erneuten Überprüfung . Angeordnet wurde diesmal, dass Jamie aufgrund ihres Gesundheitszustands getrennt gehalten werden muss. Fristsetzung eine Woche. Am 11. März stand Jamie schliesslich hinter einem E-Zaun, separat von den anderen - ohne Futter, ohne Wasser, ohne Unterstand. >>>

 



Am frühen Montagmorgen des 19. März drängten wir abermals auf ein sofortiges Erscheinen der zuständigen Amtsverteter. Es ist 11.15 Uhr. Jamie bricht vor den Augen der Anwesenden entkräftet zusammen und wird auf Anordung des Amtstierarztes erschossen.

 

Die Nachricht von Jamies Tod ging durch die Presse. Lesebriefe und Artikel erschienen. Unweigerlich drehte sich unser Denken um die eine Frage: Ist Jamie nur der Anfang?

 

Zwar wurden ihre neun Leidensgenossen noch am selben Tag auf behördliche Anweisung und Kosten vorläufig umgestellt, aber was hätten sie danach zu erwarten? Vier Wochen vergehen schnell und die PferdehalterinÊ war weder zahlungsfähig noch gewillt, ihren Pferden eine lebenswerte Zukunft zu bieten.


Mit der Bitte um sofortige Hilfe setzten wir uns mit TERRA MATER in Verbindung. Am Freitag, den 6. April konnten sieben Pferde mit amtlichem Einverständnis und gegen die Zahlung von 4450.- DM an die Pferdehalterin durch TERRA MATER erworben  werden. Das Schicksal der beiden trächtigen Stuten, die bei der Halterin verblieben, konnten wir leider nicht beeinflussen. Die übrigen Pferde erreichten jedoch am selben Abend ihre neue und erste Heimat, den TERRA MATER Gnadenhof in Bokel.

 

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